Das Open-Source-Konzept in Der Bildenden Kunst Zwischen Versprochener Offnung Und Versteckter Herrschaft (German Edition)

Price 56.54 - 76.50 USD

EAN/UPC/ISBN Code 9783656394617

Brand Grin Verlag


Pages 92

Year of production 2013

Binding 148x210

Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Kunst - Computerkunst, Medienkunst, Note: 1,0, Universität Hildesheim (Stiftung), Sprache: Deutsch, Abstract: „... and the winner is: Linux". 1999 gewann kein Medienkunstwerk, sondern ein Betriebssystem den Prix Ars Electronica. Die Preisverleihung markierte den Beginn einer Debatte über die Relevanz des Open-Source-Konzepts über die Softwareentwicklung hinaus. Seit einigen Jahren hat sie auch die bildende Kunst erfasst. Lizenzmodelle wie Creative Commons stärken die Vorstellung offener und kollektiver Formen der Kunstproduktion im Internet. Ausstellungen widmen sich neuen Produktionsmodellen und stellen Konzepte wie Autorschaft und geistiges Eigentum infrage. Nicht zuletzt greifen auch Künstlerinnen und Künstler den Open-Source-Begriff auf und machen ihn zum Ausgangspunkt für neue Arbeiten. Meine Arbeit soll die Debatte um Open Source in der bildenden Kunst um eine kritische Perspektive erweitern. Ich möchte die Idee einer "Open Culture" hinterfragen, in der künstlerische Produktions- und Rezeptionsbedingungen wie der Code einer Software offen liegen. Gerade die Euphorie mit der Vertreter der bildenden Kunst das Open-Source-Prinzip aufgreifen, macht ihre Forderungen verdächtig. Geht es ihnen wirklich darum, Strukturen sichtbar zu machen und zu transformieren oder verfolgen sie andere Interessen? Könnte Open Source als Ideologie dienen, um Machtverhältnisse herzustellen oder zu erhalten? Versteckt sich hinter der versprochenen Öffnung eine versteckte Herrschaft? Mithilfe von Pierre Bourdieus Studie „Die feinen Unterschiede" versuche ich, den Diskurs über Open Source vor dem Hintergrund der objektiven Verhältnisse betrachten, die die bildende Kunst der Gegenwart bedingen. Im ersten Teil der Arbeit zeige ich, wie der offenen Code in Bezug auf die bildende Kunst verstanden werden kann. Im zweiten Teil möchte ich herausfinden, wie der Open-Source-Begriff rhetorisch eingesetzt wird, um bestimmte Interessen zu verfolgen. Im